Leistungsspektrum

Die wissenschaftliche Schulmedizin ist eine wertvolle Errungenschaft. Sie dient uns Menschen mit ihrer Diagnostik und mit modernen meist technisch sehr hochwertigen Diagnoseverfahren.  Damit ist sie die Grundlage unseres ganzheitlichen Therapiekonzepts. Komplementäre Heilverfahren verstehen wir als Ergänzung, teilweise jedoch auch als äußerst sinnvolle Alternative insbesondere angesichts einer zunehmend bedrohlich werdenden pharmakologischen "Überversorgung" bei der immer weniger auf die Nebenwirkungen geschaut wird.

Beispiele aus unserem schulmedizinischen Spektrum:

  • Dr. Ingfried Hobert bei der BeratungHausärztliche Grundversorgung
  • Allgemeinmedizinische Therapieformen
  • Ultraschall-Diagnostik
  • EKG/Belastungs-EKG/Leistungsdiagnostik
  • Labor - Stress Profile - Tumor Check s.u.
  • Umweltmedizinische Untersuchungen (Wasseranalytik / Schadstoffuntersuchungen in Häusern)
  • Mikrobiologische Darmuntersuchungen
  • Haaranalysen 
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Bootsführerschein - Segelschein
  • Taucheruntersuchung, Sportuntersuchungen
  • Reise - Impfberatung für Auslandsreisen
  • Magnetfeld-Therapie

Auf dieser Grundlage kann dann abgewogen werden ob der Körper zunächst sanft regulierend gestärkt wird oder ob unverzüglich schulmedizinische Therapien eingesetzt werden müssen.

Dabei gilt der Grundsatz: Wo immer möglich natürlich regulierend eingreifen, wo immer aber nötig  klassische Schulmedizin anwenden. Aber vor der Therapie steht die richtige Diagnose:

Dem medizinischen Fortschritt haben wir es zu verdanken das uns heute viele technische bildgebende Verfahren zur Verfügung stehen um eine Diagnose auf der körperlichen Ebene zu präzisieren und auf den Punkt zu bringen. Als sehr hilfreich haben sie in der ärztlichen Praxis Untersuchungen von Blut, Urin, Haaren, Speichel und Stuhl erwiesen. Hier können mit einfachen Methoden Befunde aus den Tiefen des körperlichen Geschehens erhoben werden.

Gezielte Vorsorgeuntersuchungen aus dem Labor helfen, Heilungschancen deutlich zu verbessern und einer Erkrankung vorzubeugen. Hier eine Reihe von sinnvollen Vorsorgeangeboten zusammengestellt, bei denen die Ergebnisse von Laboruntersuchungen für die Erhaltung Ihrer persönlichen Gesundheit eine wichtige Rolle spielen können. All dies können wir in unserer Praxis für sie durchführen.

 

Wichtige Laborprofile

        Anti Aging Profil

        Antioxidantien-Oxidativer Stress

        Amalgam Risikoprofil Urin

        Arteriosklerose-Risikoprofil

        Blutfette-Basis-Check

        Borreliose und FSME

        Burn out Profil /Chronische Müdigkeit CFS

        Diabetes-Risiko-Check

        Frauen Hormonprofil mit Fertilitäts/Fruchtbarkeits-Check

        Haarausfall-Hormonprofil

        Hepatitis Profil

        Herzinfarkt-Risiko-Check mit Homocysteinspiegel

        Impfstatus Allgemein+Reisemedizin Impfschutz

        Immunstatus (Infekt und Allergieneigung)

        Leber-Risiko-Check

        Männer Hormon- Profil mit  Testosteronspiegel

        Metabolisches Syndrom

        Mitochondrien Aktivitätstest

        Müdigkeit-Leistungsschwäche

        Nahrungsmittelallergie Check

        Niereninfunktionsprofil

        Osteoporose-Diagnostik

        Rheuma-Risikoprofil

        Schwermetallbelastung-toxische Metalle

        Sexuell übertragbare Erkrankungen incl HIV

        Stress Profil - Oxidativer Stress/Freie Radikale/Antioxidantien

        Thrombose-Risikoprofil

        Top 10 Tumormarker aller wichtigen Krebserkrankungen 

        Vitalstoff-Check mit allen Vitaminen incl Vitamin B 12 und Vitamin D, Mineralien und                    

        Spurenelementen

        „Wechseljahre“ Hormonprofil der Frau

        Schwangerschaft: Störungen der Erbanlagen zB Down-Syndrom,Toxoplasmose Screening, B-

               Streptokokken, Cytomegalievirus-Infektion ,Ringelröteln 

 

Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten - ein sehr zu empfehlender Test !

Viele Menschen haben den Verdacht, dass sie bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen, oder sie möchten wissen, worin sich Inhaltsstoffe verbergen, die ihnen nicht gut bekommen. Nahrungsmittelallergien. die Nahrungsmittelunverträglichkeiten Histamin-Intoleranz, Laktose-Intoleranz, Fruktose-Malabsorption und Gluten-Unverträglichkeit, Milch und Caseinunverträglichkeiten usw. können inzwischen exakt analysiert werden. Selbst die moderne Schulmedizin stellt heute fest, dass ca. 90% aller chronischen Erkrankungen der Menschen unter Beteiligung  von chronischen Entzündungen, auch Inflammation genannt, entstehen. Auch Übergewicht ist eine chronisch inflammatorische Erkrankung. Übergewicht wird mit zu den Ursachen für Krebsentstehung eingeordnet und hat sogar dem Rauchen den Rang abgelaufen.
In der Medizin wurde lange nicht beachtet, dass die Reaktion eines Körpers auf Lebensmittel nicht nur aus der Sicht der Nahrungsmittelallergien zu betrachten ist, sondern ein Körper auch mit Histaminausschüttungen auf nicht passende Lebensmittel reagiert. In der Folge kann das dann zu chronischen Entzündungen im ganzen Körper führen. Das heißt, nicht passende oder nicht gut vertragene Lebensmittel sind eine Hauptursache für sehr viele Erkrankungen. Offensichtlich wurde dieses Reaktionsverhalten durch industriell hergestellte Lebensmittel, Schadstoffe, Belastungen und kulturfremde Nährstoffe beschleunigt. Z.B. wird Kuhmilch heute pasteurisiert und hat dadurch eine andere Molekülstruktur, die ggf. für den Darm weniger geeignet sein kann. Oder andere Menschen sind nicht in der Lage, so viele Klebeeiweiße von Getreidesorten abzubauen usw. Die Bewertung der Immunglobuline vom Typ IGG1 und  IGG3  zeigen genau die Bereitschaft des Körpers an, mit Entzündungen zu reagieren. IGG4 ist die entzündungshemmende Gegenreaktion, sozusagen der Versuch, den Schaden niedrig zu halten. Durch diese ständigen Entzündungen über Lebensmittel wird die Zellfunktion mit den Jahren völlig überlastet und es kann zu körperlichen Beschwerden kommen wie z.B. Allergien, Migräne, Diabetes, Rheuma, chronischen Schmerzen, Nervenerkrankungen, Depressionen, Tumoren , Abwehrschwächen, Darmerkrankungen, Gefäßerkrankungen und vielen mehr. Es läßt sich sehr genau bei chronisch erkrankten Patienten im Labor feststellen, auf welche Lebensmittel der Körper stark reagiert (dies wird oft vom Patienten nicht wahrgenommen). Der Patient bekommt einen ausführlichen Ernährungsplan, bei dem die im Labor ermittelten Lebensmittel vermieden werden. Erstaunlich ist für mich immer wieder zu sehen das jeder zweite Patient eine Unverträglichkeit auf Gluten und damit nahezu alle Brotsorten hat. Es verblüfft mich immer wieder aufs Neue wie viele Krankheitssymptome die seit Jahren bestanden innerhalb von wenigen Wochen verschwinden wenn man konsequent auf Brot verzichtet.

In der Regel wird die Ernährungsumstellung  noch mit Darmsymbioselenkungen und Nährstoffmangelausgleich durch Infusionen oder Vitamine, Mineralien, Effektive Heilkräuterrezepturen und Pflanzenwirkstoffe, Heilpilze und Aminosäuren ergänzt.

Mitochondriale Aktivität zur Burn Out Früherkennung

In der Behandlung chronischer Erkrankungen ist die Mitochondrien-Diagnostik ein wichtiger Baustein. Bei vielen chronischen Erkrankungen spielen neben den genetisch bedingten, die erworbenen Mitochondropathien eine wichtige Rolle. Auslöser von erworbenen Mitochondropathien können sein:

• Mangel an mitochondrialen Kofaktoren ( z.B.Coenzym Q10,B2,B3,B12 ...)

• Nitrosativer Stress

• Toxische Belastungen

• Oxidativer Stress

• Schädigende Therapien (wie z.B.Chemotherapien) Diese Schäden können sich u.a. in folgenden Symptomen manifestieren:

• Energielosigkeit

• CFS

• Migräne

• Silent Inflammation

• Allergien

In dem Test,„Mitochondriale  Aktivität werden die Mitochondrien zunächst in aktive (Energiebildung optimal) und geschädigte (Energiebildung eingeschränkt) Mitochondrien unterschieden. Ist die Menge der geschädigten Mitochondrien erhöht, werden diese in die reversibel geschädigten (wieder aktivierbare) und die irreversibel geschädigten (nicht aktivierbare) Mitochondrien differenziert In Studien konnte gezeigt werden, dass reversibel geschädigte Mitochondrien sich durch Magnesium aktivieren lassen. Es sollten auch Mikronährstoffmängel (mitochondriale Kofaktoren) ausgeglichen werden und nitrosativer Stress behandelt werden. Ist die Zahl der irreversibel geschädigten Mitochondrien hoch, kann versucht werden, die MitochondrienNeubildung zu unterstützen, z.B. durch Höhentraining, moderates Muskeltraining, ketogene Ernährung, IHHT (intermittierendes Hypoxie-Hyperoxie-Training) oder intermittierendes Fasten.

 

Gleichzeitig sollten Mikronährstoffmängel ausgeglichen und nitrosativer Stress behandelt werden, damit die verbliebenen, aktiven Mitochondrien möglichst optimal funktionieren.

 

Histamin Intoleranz -Dao Test Ein neuer Marker für Histaminintoleranz oder Nahrungsmittelallergien

 

Millionen von Menschen leiden nach dem Genuss  bestimmter Nahrungsmittel unter Magen-Darm-Problemen, Durchfällen, Tachykardie, Migräne,Reizungen der Nasenschleimhaut, Hautrötungen oder anderen allergieähnlichen Symptomen. Zu-viel Histamin im Körper kann für diese Symptome verantwortlich sein.Histaminintoleranz (HIT)tritt auf, wenn der Organismus mit der Nahrung aufgenommenes oder aus körpereigenen Zellen freigesetztes Histamin nicht rasch genug abbauen kann.Histamin, ein biogenes Amin, entsteht aus der Decarboxylierung von Histidin. Als Mediator ist es für viele allergische und pseudoallergische Reaktionen verantwortlich. Es ist ein körpereigener Stoff, der aber auch in vielen Lebensmitteln wie z.B. in Rotwein, reifem Käse, geräucherter Wurst, Tomaten, Thunfisch und Sauerkraut in recht hohen Konzentrationen vorkommen kann.Die Diaminooxidase (DAO)ist das entscheidende körpereigene Enzym, das für den Abbau von Histamin im Organismus verantwortlich ist. Die Diaminooxidase ist hauptsächlich in Dünndarm, Leber, Nieren und im Blut in Granulozyten zu finden. Die Enzym-Aktivität der DAO bestimmt die Abbaugeschwindigkeit des Histamins

 

 Typische Symptome einer Histamin-Intoleranz:

Kopfschmerzen (Migräne), Schwindel, Rhinitis, Dyspnoe (Asthma), Urticaria, gastrointestinale Be-

schwerden (Koliken, Meteorismus oder Diarrhoe).Für den Abbau von extrazellulärem Histamin ist

das in den Enterozyten der Dünndarmschleim-haut gebildete Enzym Diaminoxidase (DAO)

verantwortlich. Ein Ungleichgewicht zwischen Histaminausschüttung/-aufnahme und Histaminabbau

führt zur Histaminintoleranz.Mögliche Ursachen dieser Histamin-Intoleranz kön-

nen demnach wie folgt aufgeteilt werden:

        Verminderte Produktion der DAO (besonders bei gastrointestinalen Erkrankungen)

        Unzureichende DAO-Aktivität (besonders bei der Aufnahme histaminreicher

oder histaminfreisetzender Nahrungsmittel oder Arzneimittel)

        Kompetitive Hemmung der DAO durch z.B. Alkohol- oder Arzneimittel

 

Stress – Burn Out Profil

Ist der Körper im Stress ist er in Alarmbereitschaft. Ist er chronisch in Daueralarmbereitschaft kostet dies übermäßig Energie und löst vielfältige Symptome aus. Auslöser sind Störungen im Stoffwechsel der Botenstoffe oder sogenannten Stresshormone Cortisol –DHEA-Dopamin-Noradrenalin-Adrenalin-Serotonin-Glutamat und GABA. Sowohl Überschuss als auch Mangel an diesen körperwichtigen Stoffen können unterschiedlichste Symstome auslösen. Hier die wichtigsten im Überblick:

Angstzustände , Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Unruhe, Nervosität, Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Essstörungen, Schulter Nackenverspannungen, Fibromyalgie, Muskelschwäche, Vergesslichkeit, Rastlosigkeit, Unfähigkeit sich zu erholen, Wahrnehmungsstörungen, Niedergeschlagenheit, Depressionen.

 

Die Stresshormone im einzelnen:

Serotonin-das Glückshormon

Es ist verantwortlich für unseren Gefühlshaushalt. Es hebt oder senkt die Stimmung und steuert unsere Motivation. Es wirkt entspannend, schlaffördernd und antidepressiv. Zudem ist es an der Regulierung des Sättigungsempfindens und der Schmerzempfindlichkeit beteiligt.

Serotonin wird zu 95 % in der Darmschleimhaut gebildet. Weitere Produktionsorte sind das Zentralnervensystem, die Leber und die Milz. Ausgangsstoff für die Serotoninsynthese ist die Aminosäure Tryptophan, die unter Einfluss von Vitamin B6 und Magnesium über das Zwischenprodukt 5-Hydroxy-Tryptophan (5-HTP) zu Serotonin umgebaut wird. Serotonin wirkt

Blutdruckregulierend , regt die Peristaltik des Darms an und steuert dort in erheblichem Ausmaß die Permeabilität der Schleimhaut und d mit die Resorption von Nährstoffen im Darm. Im Nervensystem wirkt Serotonin entspannend und ausgleichend.

 

Dopamin – Konzentrations-und Motivationsbooster

Die Wirkung von Dopamin ist hauptsächlich anregend. Es ist insbesondere für Koordination, Bewegung, Gedächnis und Lernen sowie für Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit entscheidend. Außerdem wirkt es zusammen mit Serotonin stimmungsaufhellend und reguliert das sogenannte Belohnungssystem und damit Antrieb und Motivation

 

Noradrenalin Wachheitslenker

Noradrenalin bewirkt eine Steigerung von Blutdruck, Aufmerksamkeit, Wachheit, Konzentration. Leistungsbereitschaft Motivation und Motorik. Zudem steuert es eine vielzahln von Hormonen

 

Adrenalin – Leistungs-und Stresshormon

Adrenalin , gebildet im Nebennierenmark, versetzt dne Körper in die Lage auf erhöhte Anforderungen zu reagieren. Es steigert das Atemvolumen, den Blutdruck und bewirkt einen Anstieg der Pulsfrequenz, des Herzminutenvolumens (HMV) und der mentalen Aktivität. Dem Körper wird mehr Sauerstoff zur Verfügung gestellt wodurch die Aufmerksamkeit und geistige Leistungsbereitschaft ebenfalls gestärkt wird.

Gleichzeitig hemmt es die zelluläre Immunaktivität, die Verdauung und die sexuelle Aktivität.

GABA – natürliches Beruhigungsmittel

GABA-Aminobuttersäure, ist der wichtigste hemmende und beruhigende Neurotransmitter im

Zentralnervensystem.  Er wirkt den erregenden Katecholaminen entgegen und

dämpft ebenso die endokrine Stressantwort. GABA stabilisiert den Blutdruck, reguliert den Appetit, wirkt angstlösend,krampflösend,schmerzstillend und schlaffördernd. GABA verhindert Reizüberflutung und ist äußerst wichtig für Gedächnis und Lernen.

 

Glutamat- natürliches Aufputschmittel

Glutamat in dieser Form ist ein Botenstoff der im Gehirn aus Glucose und Glutaminsäure hergestellt wird. Er ist für Lernen und Gedächnisleistungen und für die Fähigkeit des Gehirns zur Wahrnehmung der Umwelt und die Anpassung daran zuständig. Zudem entgiftet er das Gehirn von schädlichen Ammoniak

 

DHEA – Jugendhormon

Dieses Anti Aging Hormon wird aus Cholesterin hauptsächlich in der Nebenniere gebildet. Die Produktion von DHEA nimmt ab dem 25. Lebensjahr mit dem Alter kontinuierlich ab. DHEA ist geeignet das biologische Alter eines Menschen gut zu bestimmen. Außerdem ist es die Vorstufe für Testosteron und Östrogen. Es ist der direkte Gegenspieler des Cortisol. Es hilft bei der Stressbewältigung indem es die Stressreaktionen die durch Cortisol entstehn ausgleicht.

Darüber hinaus hat es viele positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System, scheint im Gehirn Aufgaben von Nervenbotenstoffen zu übernehmen und schützt in allen unseren Zellen die Mitochondrien, also die zellulären „Kraftwerke“ zur Energiegewinnung . Aufgrund des sinkenden Spiegels des Cortisol-Gegenspielers kann es mit fortschreitendem Alter zu einer geringeren Stresstoleranz und einer erhöhten Infektanfälligkeit kommen. Ein geringer DHEA-Spiegel kann die Beschwerden eines chronischen Stresses und eines Burn-outs weiter verstärken

 

 

Cortisol – Aktivitäts und Stresshormon

 

Es wird in den Nebennierenrinde gebildet und ist das Stresshormon schlechthin. Es bewirkt ganz allgemein gesagt eine Anpassung der Körpers auf Reize. Der Stoffwechsel wird zudem angeregt um Energiereserven zu mobilisieren. In akuten Stress Situationen werden bestimmte Stoffwechselvorgänge (z. B. Gluconeogenese, Lipolyse) im Körper angekurbelt um  verbrauchte Energie auf diese Weise neu zu generieren.

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, ohne das ein Mensch nur wenige Tage überleben würde. Untersuchungen des Cortisol bei Menschen ohne Stressbelastungen zeigen einen regelmäßigen 24-Stunden-Rhythmus der Freisetzung des Hormones im Körper: Sein niedrigster Stand ist gegen Mitternacht zu messen. Danach steigt der Wert des Stresshormones langsam und kontinuierlich an, bis es in den Morgenstunden einen hohen Wert erreicht, der uns aufwachen lässt. Etwa eine halbe Stunde nach dem natürlichen Aufwachen ist dann der Höchstwert erreicht, der sogenannte „Cortisol Awakening Response“, also die Cortisol-Aufwach-Antwort, die uns fit macht für den Tag. In den Vormittagsstunden geht der Cortisolwert dann wieder deutlich zurück und sinkt auch im weiteren Verlauf des Tages weiter bis er um Mitternacht wieder seinen Tiefpunkt erreicht hat.

 

Kommt es während des Tages zu einer akuten Stress-Situation, so wird zusätzliches Cortisol freigesetzt. Bleibt es langfristig bei diesem chronischen Stress kann ein Burn-out die Folge für den Patienten sein. Die Nebennierenrinde ist dann aufgrund der lange andauernden Überlastung erschöpft , sie kann die notwendigen Cortisolmengen nicht mehr zur Verfügung stellen.

 

 

Sexualhormone

Diese Hormone sind im Körper hauptsächlich zuständig für die Ausprägung des Geschlechtes, für das Wachstum, die Sexualität und die Schwangerschaft. Sie beeinflussen darüber hinaus noch viel mehr im Körper, wie zum Beispiel Haut und Haare, das Skelett, das Gehirn, das Immunsystem und sogar unser Verhalten wird bis ins hohe Alter von ihnen mit beeinflusst.Zu den Sexualhormonen gehören die Östrogene(v. a. Östradiol, Östriol und Östron), die Androgene (v.a. Testosteron) und die Gestagene (v.aProgesteron) sowie DHEA, das sowohl zu Östrogenen als auch zu Androgenen verstoffwechselt werden kann. Diese Hormone werden vorwiegend in den Gonaden produziert und auch die Nebennierenrinden bilden zusätzlich geringe Mengen davon aus.Alle Sexualhormone werden sowohl von Frauen als auch von Männern gebildet,lediglich das Verhältnis der verschiedenen Hormone untereinander sowie die Ansprechbarkeit des Körpers für die Hormone (Rezeptoren) macht aus, welchem Geschlecht der Mensch angehört.Schon lange sind Bestimmungen der Sexualhormone in der Medizin als Grundlage einer Hormontherapie etabliert. Besonders in der Gynäkologie bei der Behandlung von Zyklus- und Wechseljahrsbeschwerden oder bei der Untersuchung von ungewollter Kinderlosigkeit haben sie einen fest angestammten Platz. Doch auch viele andere Erkrankungen und Beschwerden können mithilfe einer guten Hormondiagnostik erkannt und neue Therapiemöglichkeiten gefunden werden. Selbstverständlich gehören bei Frauen unregelmäßige, verlängerte oder verkürzte Zyklenund das weit verbreitete prämenstruelle Syndrom dazu. Genauso sollte man bei Männern bei stark aggressivem Verhalten, Leistungsabfallund Kraftlosigkeit vorzeitiger Glatzenbildung, Brustwachstum und natürlich bei Prostatabeschwerden an eine Hormonanalyse denken. Aber auch Adipositas, eine schwache Blase, eine starke Neigung zu Wassereinlagerungen (Ödemen),Hautprobleme(z. B. Akne), psychische Beschwerden, eine zu schwache Libido, unklareGewichtsveränderungen, Haarausfall oder -probleme, Kopfschmerzen und Migräne sowie eine mangelhafteKnochendichteund sogar eine starke Vergesslichkeit können ihre Ursache in einem Ungleichgewicht der Sexualhormone haben. Eine einfache Hormonbestimmung kann dann helfen, neue und erfolgreiche Therapiewege zu beschreiten.

 

 

 Stuhl Analysen

 

Der Verdauungstrakt, Teile der Atmungsorgane und des Urogenitaltraktes sind besiedelt mit den unterschiedlichsten Bakterienarten. Diese schützen vor pathogenen Keimen. Hauptkolonisationsorgan der Bakterien ist der menschliche Dickdarm. Hier siedelt eine Mikrobengemeinschaft, die über eintausend Arten umfasst. Dieses „intestinale Mikrobiom“, jüngst als metabolisches Organ definiert, übertrifft die Erbinformation des Menschen um das 150-fache und stellt somit den größten  Bakterienverbund des menschlichen Körpers da. Hierbei beeinflussen Darmbakterien eine Reihe komplexer Interaktionen auf metabolischer und immunregulatorischer Ebene: Sie kontrollieren essentielle Stoffwechselprozesse, indem sie unter anderem Energieträger bereitstellen oder immunmodulierende Stoffe freisetzen. Kommensale Darmbakterien sind nicht nur dazu in der Lage, die aufgenommene Nahrung zu verwerten und unverdauliche Stoffe zu spalten. Sie synthetisieren lebenswichtige Vitamine und antimikrobielle Substanzen, die das Wachstum pathogener Bakterien eindämmen. Zudem wirken sie positiv auf Darmepithel und schleimhaut sowie das Immunsystem.Darüber hinaus werden ihnen noch weitere wichtige Funktionen zugeschrieben:

 

●Stimulation des Immunsystems, Stärkung des Mukosa-Immunsystems (MIS), Verdrängung von Krankheitserregern durch Bildung von ß-Defensin

 

und sIgA

● Vitamin-Versorgung: Synthese der Vitamine B1, B2, B6, B12 und K im Darm

 

● Unterstütztung der Verdauung: Abbau schwer verdaulicher Kohlenhydrate oder Ballaststoffe

● Produktion von kurzkettigen Fettsäuren wie Essigsäure (Acetat) und Buttersäure (Butyrat), die das Darmmilieu mitbestimmen

● Kurzkettige Fettsäuren dienen als Energiequelle für Darmschleimhautzellen

● Förderung der Darmperistaltik über kurzkettige Fettsäuren

● Bekämpfung von Entzündungen : besonders Butyrat wirkt entzündungs-

hemmend und schleimhautprotektiv

● Entgiftung von Fremdstoffen

 

Auf der Basis der genetischen Analysen finden sich im Darm:

ca. 1.800 Bakterien-Gattungen

ca. 40.000 Bakterien-Arten.

ihr Gewicht beträgt bis zu 2 kg

ihre Zahl übersteigt 100 Trillionen!

Darmbakterien beeinflussen den Menschen auf vielfältige Art und Weise. Sie

schützen durch Aufbau einer sog. Kolonisationsresistenz vor endogenen Infektionen, in dem sie das Darmmilieu (pH-Wert) verändern und Rezeptoren an den Schleimhäuten besetzen. Durch Darmbakterien wird das Mukosaimmunsystem aktiviert und die Bildung und Sekretion von sIgA (sekretorisches Immunglobulin A) reguliert. SIgA schützt nicht nur vor endogenen Infektionen, sondern verhindert durch Neutralisierung von Erregern und Antigenestrukturen auf der Schleimhautoberfläche eine übermäßige Belastung der systemischen Körperabwehr,Darmflora und Nahrungsverwertung

Die Mikrobiota des Darmes hat einen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung. Etwa 90% der Darmbakterien lassen sich zwei großen Bakteriengruppen zuordnen, der Gruppe der „Firmicuten“ und der Gruppe der „Bacteroidetes“. Firmicuten können Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate verwerten. Es entstehen Zucker und kurzkettige Fettsäuren, die der Körper aufnehmen und aus denen er Fett aufbauen kann. Ein hoher Firmicutenanteil im Darm entscheidet also mit darüber, wie viele Kalorien der Körper aufnimmt. Mit anderen Worten: beim Verzehr der gleichen Nahrungsmenge werden je nach Zusammensetzung der Darmflora unterschiedlich viele Kalorien aufgenommen.Eine kohlenhydratreduzierte Diät führt zu einer relativen Vermehrung von Bacteroidetes-Arten und damit zu einer verminderten Energieaufnahme über die zugeführte Nahrung. Auch über die Gabe von speziellen Prä- und Probiotika lässt sich das Verhältnis von Firmicuten zu Bacteroidetes nachhaltig beeinflussen und einer Gewichtszunahme entgegenwirken.Nach heutigem Wissensstand hat die Darmflora vielfältige Einflüsse auf den menschlichen Organismus. Sie schützt nicht nur vor Infektionen sondern hat Auswirkungen auf unser Nervensystem, die Schmerzempfindung und die Nahrungsverwertung. Wie zahlreiche Arbeiten aus den letzten Jahren belegen, werden vermeintlich zentralnervös bedingte Erkrankungen nicht unwesentlich durch Bakterien des Gastrointestinaltraktes mit beeinflusst.Mit Hilfe von Stuhlflorabefund und ergänzenden Parametern kann eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob Probiotika bei dem Patienten sinnvoll sind und über welche Bakterienstämme (über welche Probiotika) ein optimaler Effekt zu erzielen ist. Ohne entsprechende Vordiagnostik gelingt das kaum.Darüber hinaus ergeben sich Hinweise auf Verdauungsstörungen oder eine Fehlernährung, die dem Patienten helfen durch Substitutionstherapie oder gezielte ernährungstherapeutische Maßnahmen gegenzusteuern.

 

Zusätzlich ergeben sich Anhaltspunkte auf oberflächliche oder invasive Schleimhautirritationen, die über eine weiterführende Diagnostik ursächlich abgeklärt werden müssen.Die Untersuchung der Mikrobiota des Darmes ist ein seit langer Zeit durchgeführtes Verfahren, das auch heute noch Sinn macht. Sind auch viele in früherer Zeit von Autoren abgeleitete Aussagen so nicht mehr haltbar, bietet sie heute die Möglichkeit, zusammen mit anderen Parametern als Entscheidungsgrundlage für anschließende Therapien zu dienen.

Probiotika etablieren sich immer mehr. Durch zahlreiche Studien konnte ihre Wirksamkeit belegt werden.

Die Probiotikaforschung hat in den letzten 6 Jahren viele offene Fragen klären können. Die Zahl der Studien ist deutlich gestiegen. Durch Auswahl der richtigen Probiotika können Antibiotika-assoziierte Diarrhöen um 95% reduziert werden, entzündliche Schleimhautreaktionen durch Mastzellstabilisierung und Abnahme der inflammatorischer Zytokine deutlich minimiert werden. Moderne MultistammProbiotika sind in der Lage einer gesteigerten intestinalen Permeabilität entgegen zu wirken oder bei Säuglingen das Auftreten von Allergien zu verhinder

 

 

 

Urin, Haare, Speichel

Darüberhinaus sind folgende Analysen von

Urin (Schwermettallprofil incl. Amalgan(Quecksilber) Belastung)

Haaren bei Haarausfall (Vitamin und Mineralstoffanalyse sowie toxische Belastungen)

und Speichel(Hormonprofile / Stressprofil/ Melantonin u.a.) aufschlussreich:

 

Aus all den Ergebnissen lassen sich spezielle Mangelzustände oder Zellstoffwechselstörungen ermitteln. Diese können vielfältige Ursachen haben nach denen geforscht werden sollte. Zur Behandlung der Störungen können spezielle Vitalstoffmischungen (Ethno Vital Komplex) oder gezielte Ethno Rezepturen eingesetzt werden.

 

 

 

Ingfried HobertDr. med. Ingfried Hobert, An der Friedenseiche 5, D-31515 Steinhude am Meer

Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Traditionelle Chinesische Medizin, tibetische Heilverfahren, Ethnomedizin

Tel. 05033 / 9503 0,  eMail: praxis@drhobert.de

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