



Die Diagnostik der asiatischen Medizin soll über das Ungleichgewicht der drei Körperenergien sowie über die Stärke des Qi Aufschluss geben. Die sorgfältige Beobachtung ohne weitere Hilfsmittel ermittelt am Patienten äussere Zeichen der Störung.
Diagnose durch Betastung
Die tibetische Pulsdiagnose
Die tibetische Pulsdiagnose ist der zentrale Kern der tibetischen Medizin. Sie ist in der Lage die energetische Situation des Patienten in seiner Ganzheit frühzeitig zu erfassen, oft noch bevor Krankheiten ausbrechen. Zusammen mit Zungendiagnose und Urinbetrachtung dient sie als effektives Verfahren um Krankheiten und deren psycho-emotionalen Ursachen frühzeitig zu diagnostizieren.
Es handelt sich um ein hochempfindliches Diagnoseverfahren mit erstaunlichster Präzision, welches neben langjähriger Erfahrung ein hohes Maß an Intuition und sehr viel Fingerspitzengefühl, Tastsinn und Einfühlungsvermögen erfordert. Damit ist sie eine der schwierigsten Disziplinen traditioneller ärztlicher Kunst.
Der Arzt liest mit Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger die alle direkt nebeneinander auf die Haut aufgelegt werden um dann wie beim Klavierspielen einer nach dem anderen die Haut einzudrücken.
Die Pulsqualitäten
An jeder der erwähnten Pulsstellen wird die Pulswelle ertastet. Zeit ist nur eine der Qualitäten, daneben spielen Länge, Breite, Tiefe, aber auch Kraft, Fülle und Form der Welle eine Rolle. So wie ein Sturm eine hohe steile Welle aufbauen kann weist ein am Lebersitus saitenförmmiger oder wie ein Drahtseil gespannter Puls auf eine Leberstauung hin, psychisch z.b.Wut, Widerstand, nicht akzeptieren können?) kann bei völliger Windstille eine flache, langezogene kaum spürbare Welle auf ein Burning out mit totaler körperlicher wie psychischer Erschöpfung hindeuten. Eine Leere im Herzpuls z.b. kann auf körperlicherseits auf funktionelle Herzbeschwerden hinweisen, zugleich zeigt er aber auch einen Mangel an Herzensenergie= Freude, Leidenschaft an.
Man unterscheidet 15 wesendliche Pulsqualitäten
Das Betasten des Körpers
Festigkeit der Gewebe, Beweglichkeit der Gelenke, Reflexzonenbetastung, Widerstände, Abwehrspannung, Schmerzpunktbetastungen liefern weitere wichtige Hinweise auf den Energiezustand.
Diagnose durch Augenschein
Die kritische Betrachtung weiterer Organe gibt wichtige Hinweise auf das Krankheitsgeschehen. Besondere Beachtung finden Haut, Gestalt und Konstitution, Haltung, Bewegung, Reinlichkeit, Zähne und Augen besonders auch Blickfestigkeit und Ausstrahlung.
Besondere Bedeutung kommt der Zungendiagnose zu. Form, Farbe, Feuchtigkeitsgehalt und Farbverteilung auf dem Zungenkörper sind entscheidend bei der Diagnosefindung.
Urindiagnose
Der Urin ist ein außerordentlich gutes diagnostisches Medium wenn es darum geht das Ungleichgewicht der körperlichen Energien richtig zu diagnostizieren. Die Begutachtung des Urins gilt als das zweitwichtigste Diagnoseinstrument in der tibetischen Heilkunde. Folgende Faktoren sind von Bedeutung und haben eine spezifische Aussagekraft:
Diagnose durch Gehör
Stimme, Klang, Sprache, Redefluss und Atmung werden aufmerksam registriert, um die Essenz dahinter zu erspüren
Diagnose durch Geruch
Mundgeruch, Schweißgeruch und Uringeruch helfen bei der Diagnosestellung
Diagnose durch Befragung
Beschwerden, Gewohnheiten, Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse, spirituelles Lebenskonzept, Lebenssinn, Freude, Sorgen, soziale und Familiäre Einbindung etc werden interessiert erfragt.
Mittels technischer Diagnoseverfahren führen wir ergänzend grundsätzlich folgende Untersuchungen durch: